Stein & Bandfinish

Stein & Bandfinish mit Thielenhaus-Maschinen

Auf dieser Seite erläutern wir die technischen Hintergründe beim Finishen mit Band- oder Steinwerkzeugen. Unsere große Palette an Stein- und Bandfinishmaschinen erfüllt die unterschiedlichsten Anforderungen für die Bearbeitung Ihres Werkstücks.

Finishen: Der Bearbeitungsprozess

Als Finishen, auch bekannt unter Superfinish oder Microfinish, wird ein hochpräzises Verfahren zur Verbesserung von Werkstückoberflächen bezeichnet. Mittels einer Rotation des Werkstückes bei gleichzeitiger Oszillation des Finish-Werkzeuges, wird eine optimale Werkstückoberfläche erzeugt.

Das Verfahren ist nach DIN 8589 dem Trennen zuzuordnen. Es ist ein spanabhebendes Verfahren mit geometrisch unbestimmter Schneide, die in der DIN 8589-14 für das Honen am ehesten passend beschrieben ist.

Durch eine Reduzierung der Oberflächenrauheit und eine Verbesserung der Werkstückgeometrie wird die Tragfähigkeit des Werkstückes insgesamt deutlich erhöht. Die so optimierte Oberfläche ist daher nicht nur optisch perfekt, sondern bietet durch die reduzierte Reibung eine längere Haltbarkeit, geringeren Verschleiß, sowie eine geringere Geräuschentwicklung. Darüber hinaus wird auch der Energieaufwand reduziert.

Gliederung mit historischem Bezug

Schaubild BandSteinfinish

Bandfinishen: wie es funktioniert

bandfinishenBandfinishmaschinen kombinieren generell zwei Bewegungen- Oszillation und Rotation. In den meisten Fällen oszilliert das Finishband-Werkzeug auf der Werkstückoberfläche, während das Werkstück rotiert. Bei besonders schweren Bauteilen, wie z. B. einer Lkw-Kurbelwelle, kann nicht nur die Rotation, sondern auch die Oszillation vom Werkstück ausgehen.

In beiden Fällen generiert die Kombination an Bewegungen den für das Microfinish-Verfahren typischen Kreuzschliff. Während der Finishoperation wird das Band von einem Antrieb im Gerät oder von der Maschine ständig nachgezogen, um sicherzustellen, dass das verbrauchte Schneidkorn ständig ersetzt wird.

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Finish mit hartem Werkzeug: Wie es funktioniert

Schaubild Steinfinish final


Mittels Überdeckung mit einem harten Werkzeug (Stein oder Schale) wird eine Verbesserung der Welligkeit erreicht.

Anmerkung:

Beim Steinfinishen wird der Stein zu Beginn des Prozesses durch den größeren Radius und die Werkstückrautiefe abgerichtet. Dabei erzielt er auch seine größte Schnittleistung, was für den Abtrag beim Band sinngemäß gilt, allerdings ohne den Schärfeffekt.

Übersicht Vor- und Nachteile Bandfinish

Vorteile Bandfinish

  • Größere Prozessgleichmäßigkeit durch gleiche Ausgangsbedingungen
  • Größerer Abtrag bei System Rolle + kontinuierlicher Bandvorschub, Abtrag (Radius)  > 0,75xRz (ev. kürzere Kontaktzeit)
  • Sehr lange Werkzeugwechselintervalle
  • Geringere Anforderungen an Rundlauf (< 30µm)
  • Geringerer Rüstaufwand bei System Rolle
  • System Rolle reinigt sich durch Austrag des Abtrages selbst und kann trocken, mit Emulsion oder mit Finishöl (optimal) betrieben werden

Nachteile Bandfinish

  • Form-, Rundheits- und Welligkeitsverbesserungen nur mit Schale möglich --> eingeschränkter Abtrag (~0,75xRz)
  • Deutlich höherer Rüstaufwand (bei Schale)
  • Maschine aufwändiger

Übersicht Vor- und Nachteile Steinfinish

Vorteile Steinfinish

  • Verbesserung der Rundheit
  • Reduzierung von Welligkeiten
  • Einfacher Aufbau Werkzeugträger
  • Wichtigste Eigenschaft: Selbstschärfung

Nachteile Steinfinish

  • Rundlauf der Bearbeitungsstelle < 5µm
  • Vorprofilierung, Abrichten bei neuem Stein nötig
  • Abtrag (Radius) auf ca. 0,75 x Rz begrenzt
  • Benötigt insgesamt mehr Aufmerksamkeit durch Bediener durch komplexere Zusammenhänge beim Steinfinishen
  • Benötigt Abrichter oder Vorprofilierung
Thielenhaus Technologies GmbH
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